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Bundesweit haben Zehntausende Menschen am 26. September an Kundgebungen gegen Sozialabbau teilgenommen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte zu dem Aktionstag unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ aufgerufen. In 15 deutschen Großstädten fanden Demonstrationen und Kundgebungen statt, darunter mehrere im Norden Deutschlands.
Großer Zuspruch in Nürnberg und Hamburg
Besonders stark war die Beteiligung in Nürnberg. Allein dort zogen nach Polizeiangaben rund 20.000 Menschen durch die Innenstadt, wo mehrere Demonstrationszüge zusammenliefen.
In Hamburg startete die Demonstration um 10.30 Uhr am Heidi-Kabel-Platz am Hauptbahnhof, anschließend fand eine Abschlusskundgebung statt. Auch in Kiel rief der DGB Nord zur Teilnahme auf, dort unter der Losung: „Hände weg vom Sozialstaat.“
Niedersachsen im bundesweiten Kontext
Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften mobilisierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet. Niedersachsen war Teil der Aktion; Gewerkschafter aus der Region beteiligten sich an den norddeutschen Kundgebungen.
Der DGB fordert sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und den Schutz von Arbeitnehmerrechten. Konkret richtet sich der Protest gegen geplante oder bereits vollzogene Einschnitte im sozialen Sicherungssystem. Die Gewerkschaften sehen Rente, Gesundheitsversorgung und Beschäftigung unter Druck.
Breiter Protest
Der DGB wandte sich mit dem Aktionstag ausdrücklich an alle Bürgerinnen und Bürger, nicht nur an Gewerkschaftsmitglieder. Das Motto „Hart verdient“ spielt auf die Leistung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an. Wer ein Leben lang gearbeitet habe, solle im Alter und bei Krankheit abgesichert sein, so die Botschaft.
In Frankfurt am Main begann die Kundgebung des DGB Hessen-Thüringen um 11 Uhr. Auch dort riefen die Organisatoren zur breiten gesellschaftlichen Beteiligung auf. Die Gewerkschaften wollen mit den Aktionen Druck auf die Politik ausüben.
Sozialstaat als politisches Streitfeld
Debatten über die Finanzierbarkeit von Rente, Krankenversicherung und Sozialleistungen prägen derzeit die Bundespolitik. Die Gewerkschaften lehnen Leistungskürzungen als Lösung ab und fordern stattdessen Investitionen in Arbeit und soziale Absicherung.
Der DGB bezeichnet die Proteste als Signal für einen „starken Sozialstaat“. Wie groß die Gesamtteilnehmerzahl bundesweit ausfiel, war zunächst nicht bekannt.
