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Der Volkswagen-Konzern steckt in einer tiefen Krise. Der Vorstand plant nach übereinstimmenden Berichten die Schließung von mindestens drei deutschen Werken. Alle verbleibenden Standorte sollen schrumpfen. Nun meldet sich die Politik zu Wort.
Grüne verlangen Transparenz vom VW-Vorstand
Die Grünen-Fraktion im niedersächsischen Landtag fordert vom Volkswagen-Vorstand eine grundlegend andere Kommunikation. Beschäftigte und Standorte bräuchten klare Aussagen über ihre Zukunft. Allgemeine Ankündigungen reichten nicht aus.
Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat sich eingeschaltet. Er fordert vom VW-Vorstand eine klare Zukunftsperspektive für den Konzern. Niedersachsen ist als Großaktionär direkt am Unternehmen beteiligt. Der Druck aus Hannover auf den Wolfsburger Konzern ist erheblich.
IG Metall nennt Kommunikation einen „Super-Gau“
Besonders deutlich äußerte sich die IG Metall. Die Gewerkschaft bezeichnete die Kommunikation des Vorstands als „Super-Gau“. Im Werk in Hannover fand zuletzt eine Betriebsversammlung statt – die letzte vor möglichen neuen Sparbeschlüssen.
Die Botschaft der Arbeitnehmervertreter ist eindeutig: Der Vorstand informiert die Belegschaft unzureichend. Gerüchte und Unsicherheit bestimmten den Alltag in den Werken und belasteten die Stimmung massiv.
Bundesweiter politischer Druck auf den Konzern
Die Kritik kommt nicht nur aus Niedersachsen. Sepp Müller, Vize der Unionsfraktion im Bundestag, verlangt vom Vorstand um Konzernchef Oliver Blume offene Worte. Die Mitarbeiter verdienten schnellstmöglich Gewissheit und echte Zukunftsaussichten.
Kürzungen allein seien kein Konzept, heißt es aus Wirtschaftskreisen. Der Vorstand müsse eine tragfähige Strategie vorlegen. Die Frage nach dem Weg aus der Krise bleibt bislang offen.
Aufsichtsrat unter Zeitdruck
Der Aufsichtsrat muss sich dem Vernehmen nach kurzfristig auf einen Kurs einigen. Der Machtkampf im Konzern ist ungelöst. Arbeitnehmervertreter und Management liegen weit auseinander.
Niedersachsen sitzt als Anteilseigner im Aufsichtsrat und hat damit unmittelbaren Einfluss auf die Entscheidungen. Ministerpräsident Lies nutzt diese Position, um Druck zu machen.
Kommunikation als eigenständiges Problem
Wenn Gewerkschaft, Landespolitik und Bundespolitik gleichzeitig mehr Transparenz fordern, ist das ein deutliches Signal. Der VW-Vorstand steht unter Druck, konkrete Antworten zu Standorten und Arbeitsplätzen zu liefern.
