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An mehreren niedersächsischen Seehäfen haben Beschäftigte erneut die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft ver.di rief die Hafenarbeiter in Brake, Emden und Wilhelmshaven zum Warnstreik auf. Der Ausstand begann am Mittwochabend und sollte bis Freitagabend dauern.
Mehrere Standorte betroffen
Besonders betroffen ist der JadeWeserPort in Wilhelmshaven. Am dortigen Containerterminal stellten die Beschäftigten die Arbeit für mehrere Tage ein. Auch in Brake und Emden folgten die Hafenarbeiter dem Streikaufruf. Bremerhaven und Hamburg waren ebenfalls in den Arbeitskampf eingebunden.
Zu den bestreikten Unternehmen gehören unter anderem BLG Cargo und J. Müller, zwei der wichtigsten Umschlagpunkte im Nordwesten Deutschlands.
Ver.di fordert 8,2 Prozent mehr Lohn
Ver.di fordert für die rund 11.000 betroffenen Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 8,2 Prozent. Der Landesbezirk Niedersachsen-Bremen der Gewerkschaft bekräftigte diese Forderung. Die Arbeitgeber haben bislang kein akzeptables Angebot vorgelegt.
Zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeberseite besteht weiterhin eine deutliche Lücke. Konkrete Verhandlungstermine waren zunächst nicht bekannt.
Auswirkungen auf Lieferketten
Der Streik belastet die Warenströme durch Niedersachsens Häfen spürbar. Importe und Exporte verzögern sich. Unternehmen, die auf pünktliche Lieferungen angewiesen sind, müssen mit Engpässen rechnen.
Der JadeWeserPort ist der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands. Verzögerungen dort treffen auch Unternehmen weit im Binnenland.
Tarifkonflikt ohne schnelle Lösung
Der aktuelle Arbeitskampf ist nicht der erste in diesem Tarifstreit. Bereits zuvor hatten die Beschäftigten in mehreren Warnstreiks die Arbeit niedergelegt. Ver.di signalisiert, den Druck zu erhöhen, sollte die Arbeitgeberseite keine Bewegung zeigen.
Eine Einigung ist derzeit nicht in Sicht. Für Wirtschaft und Logistik in Niedersachsen bedeutet das weitere Unsicherheit.
Fazit
Der Tarifkonflikt ist nicht beigelegt. Ver.di hält an der Forderung nach 8,2 Prozent mehr Lohn fest. Solange keine Annäherung erfolgt, drohen weitere Arbeitsniederlegungen.
