Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Ein Paket klingelt an der Tür, obwohl niemand etwas bestellt hat. Was harmlos klingt, kann der Beginn eines Betrugs sein. Die Polizeiinspektion Heidekreis warnt vor einer Masche, bei der Unbekannte Waren auf fremde Namen und Adressen ordern und die Lieferung anschließend abfangen wollen.
So funktioniert der Betrug
Der Ablauf ist immer ähnlich. Betrüger bestellen Waren in Online-Shops auf den Namen ahnungsloser Personen. Sie nutzen dabei eine eigene E-Mail-Adresse, nicht die des Opfers. Die Ware wird an die echte Adresse der betroffenen Person geliefert.
Kurz darauf erscheinen angebliche Paketboten oder vermeintliche Mitarbeiter eines Paketdienstes an der Tür. Sie behaupten, das Paket sei falsch zugestellt worden. Ziel ist es, die Sendung vom Empfänger zurückzubekommen.
In einem konkreten Fall aus dem Heidekreis erhielt eine Frau ein Paket, das sie nicht bestellt hatte. Ein Mann erschien danach an ihrer Tür und gab an, das Paket gehöre ihm. Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet.
Bekannte Fälle auch aus Wolfsburg
Die Masche ist nicht neu. Die Polizei Wolfsburg dokumentierte bereits ähnliche Vorfälle. Dort erhielten zwei Seniorinnen Pakete, die an ihre verstorbenen Ehemänner adressiert waren. Der Inhalt: Tiernahrung und Autoreifen. Auch in diesen Fällen versuchten Unbekannte, die Waren anschließend wieder abzuholen.
Die Täter recherchieren gezielt Adressen und nutzen auch Daten verstorbener Personen. Der Aufwand ist gering, der mögliche Gewinn hoch.
Was Betroffene tun sollten
Paket nicht einfach herausgeben
Die Polizei rät: Wer ein unbestelltes Paket erhält, sollte es nicht an unbekannte Personen an der Haustür übergeben. Wer behauptet, Mitarbeiter eines Paketdienstes zu sein, kann das nicht ohne Weiteres beweisen.
Betroffene sollten den offiziellen Kundenservice des Paketdienstes kontaktieren. Die Nummer findet sich auf der Originalwebseite des Unternehmens, nicht auf einem Zettel im Paket.
Anzeige erstatten
Wer ein verdächtiges Paket erhält oder von Unbekannten aufgefordert wird, es herauszugeben, sollte die Polizei informieren. Alle Unterlagen sollten gesichert werden: Paketaufkleber, Lieferschein und weitere Dokumente.
Auch wenn kein finanzieller Schaden entstanden ist, hilft eine Anzeige der Polizei dabei, die Täter zu identifizieren.
Vorsicht beim Empfang für Nachbarn
Die Polizei rät zur Vorsicht, wenn Pakete für unbekannte Nachbarn angenommen werden sollen. Wer das Paket nicht kennt und den Empfänger nicht persönlich kennt, sollte die Annahme verweigern.
Fazit
Die Betrugsmasche mit unbestellten Paketen ist simpel, aber wirkungsvoll. Betrüger setzen auf Verwirrung und sozialen Druck an der Haustür. Wer ein unerwartetes Paket erhält und dann von Fremden aufgefordert wird, es herauszugeben, sollte misstrauisch werden. Die Empfehlung der Polizei: Ruhe bewahren, Paket nicht öffnen, nicht übergeben und im Zweifel die Polizei rufen.
