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Der Fährbetrieb auf der Oberweser steht still. Niedrigwasser zwingt mehrere Fährverbindungen in Niedersachsen zur Unterbrechung. Betroffen ist unter anderem die Fähre in Wahmbeck. Die Schiffe liegen vor Anker, ein regulärer Übersetzbetrieb ist nicht möglich.
Pegelstände zu niedrig für den Betrieb
Die Wasserführung der Weser reicht derzeit nicht aus, um einen sicheren Fährbetrieb zu gewährleisten. Flachgehende Fähren können bei Niedrigwasser auf Grund laufen oder Anlegestellen nicht mehr erreichen. Fährbetreiber an der Oberweser haben deshalb den Betrieb vorübergehend eingestellt.
Niedrigwasser ist an der Weser kein neues Problem. Trockene Sommer mit geringen Niederschlägen lassen die Pegelstände sinken. Besonders kleine Flussfähren reagieren empfindlich auf solche Schwankungen.
Verbindungen für Anwohner unterbrochen
Für viele Anwohner entlang der Oberweser sind die Fähren kein touristisches Angebot, sondern ein alltägliches Verkehrsmittel. Mit dem Ausfall der Verbindungen verlängern sich Umwege erheblich. Wer auf die andere Flussseite muss, ist auf Straßenbrücken angewiesen, die oft weit entfernt liegen.
Die Ortschaft Wahmbeck liegt im Landkreis Northeim. Die dortige Fähre verbindet Orte beiderseits der Weser. Ein Ausfall trifft Pendler, Schulkinder und Gewerbetreibende.
Kein Einzelfall in Deutschland
Ähnliche Probleme kennen Fährbetreiber an anderen deutschen Flüssen. Auch am Rhein sorgen sinkende Pegel immer wieder für Betriebsunterbrechungen. Fährbetreiber dort beschreiben Niedrigwasserphasen als existenzielle Bedrohung für ihr Geschäftsmodell.
An der Weser verschärft sich die Lage, wenn trockene Perioden länger anhalten. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, hängt von künftigen Niederschlägen ab.
Betreiber auf Witterung angewiesen
Fährbetreiber an der Oberweser können den Zeitpunkt der Wiederaufnahme nicht selbst bestimmen. Sie warten auf ausreichend Regen und steigende Pegel. Solange die Wasserstände nicht die notwendige Mindesttiefe erreichen, bleibt der Betrieb eingestellt.
Die wirtschaftlichen Folgen sind für die meist kleinen Betriebe spürbar. Einnahmen aus Fahrgeldern entfallen, laufende Kosten bleiben. Eine finanzielle Absicherung für wetterbedingte Ausfallzeiten gibt es in der Regel nicht.
Fazit
Der Betriebsausfall in Wahmbeck und an anderen Standorten der Oberweser zeigt, wie abhängig diese Infrastruktur von natürlichen Bedingungen ist. Solange die Pegel nicht steigen, bleibt die Verbindung für Anwohner unterbrochen. Langfristige Lösungen für solche Ausfallzeiten sind bislang nicht in Sicht.
