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Niedersachsen will seinen Landesbeschäftigten künftig vergünstigten Zugang zu Sporteinrichtungen ermöglichen. Rund 250.000 Beamte, Angestellte und weitere Staatsbedienstete sollen von dem geplanten Angebot profitieren. Das Land verspricht bezahlbare Preise für Fitnessstudios, Schwimmbäder und Kletterhallen.
Was das Land plant
Das Vorhaben zielt auf die Gesundheitsförderung im öffentlichen Dienst. Landesbeschäftigte sollen landesweit Sportanlagen zu Sonderkonditionen nutzen können. Konkrete Einrichtungen wurden bisher nicht namentlich genannt. Das Angebot soll flächendeckend gelten.
Hinter dem Projekt steht das Niedersächsische Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung. Das Ressort ist im Landtag durch den zuständigen Ausschuss für Inneres und Sport vertreten. Dem Ausschuss gehören Mitglieder aller relevanten Fraktionen an, darunter Vertreter von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und AfD.
Gesundheitsförderung als Arbeitgeberstrategie
Der öffentliche Dienst kämpft um Fachkräfte. Attraktive Zusatzleistungen sollen helfen, Beschäftigte zu gewinnen und zu halten. Sport- und Gesundheitsangebote gehören in der Privatwirtschaft längst zum Standard. Niedersachsen will mit diesem Schritt nachziehen.
Vergünstigte Sportangebote gelten als kostengünstiges Instrument der betrieblichen Gesundheitsförderung. Krankentage kosten den öffentlichen Haushalt erhebliche Summen. Investitionen in Prävention sollen langfristig Kosten senken.
Einbettung in breitere Bemühungen
Das Sportangebot ist nicht die einzige jüngere Maßnahme für Landesbeschäftigte. In den vergangenen Jahren wurden im Tarifbereich der Länder Gehaltssteigerungen vereinbart. Die Tarifparteien verhandelten dabei für rund 900.000 Beschäftigte der deutschen Bundesländer. Erhöhungen erfolgten in mehreren Schritten.
Neben Lohn setzt Niedersachsen damit weitere Anreize als Arbeitgeber. Sportangebote ergänzen das Gesamtpaket aus Vergütung, Jobsicherheit und weiteren Sozialleistungen.
Offene Fragen zur Umsetzung
Unklar ist bislang, wie genau die Konditionen gestaltet werden. Offen bleibt, ob das Land zentrale Verträge mit Sportketten abschließt oder ein Gutscheinsystem einführt. Auch der genaue Kreis der Berechtigten steht noch nicht fest. Gelten die Vergünstigungen nur für Beamte oder auch für Tarifbeschäftigte und Auszubildende?
Angaben zu den Kosten für das Land fehlen bislang. Solche Programme können je nach Ausgestaltung erhebliche Haushaltsmittel binden. Der Landtag wird die Finanzierung zu prüfen haben.
Reaktionen aus der Politik
Offizielle Stellungnahmen der Fraktionen liegen noch nicht vor. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung im öffentlichen Dienst sind parteiübergreifend wenig umstritten. Kritik könnte an den Kosten oder an der praktischen Erreichbarkeit des Angebots ansetzen. Gerade in ländlichen Regionen Niedersachsens ist das Netz an Sportstudios dünn.
Ausblick
Wie wirksam das Programm wird, hängt von der konkreten Ausgestaltung ab. Ob das Angebot tatsächlich flächendeckend und erschwinglich ist, entscheidet darüber, wie viele der 250.000 Beschäftigten es nutzen können.
