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Niedersachsen reformiert das Abitur. Die CDU-geführte Landesregierung hat eine Überarbeitung der gymnasialen Oberstufe angekündigt. Kernpunkte sind neue Fächerkombinationen und eine Reduzierung der schriftlichen Prüfungen auf drei. Ziel ist ein flexiblerer Weg zum Hochschulabschluss.
Was sich konkret ändern soll
Bisher müssen Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen vier schriftliche Prüfungen im Abitur ablegen. Künftig sind nur noch drei schriftliche Prüfungen vorgesehen, dazu kommt eine mündliche Prüfung.
Auch die Zahl der Klausuren in der Oberstufe soll sinken. Schüler müssten damit insgesamt weniger Leistungskontrollen absolvieren. Außerdem sollen neue Fächerkombinationen möglich werden.
Laut den Reformplänen soll sich die Oberstufe stärker an den Stärken, Interessen und Zukunftsplänen der Schülerinnen und Schüler ausrichten, ob Studium oder Berufsausbildung.
Hintergrund der Reform
Kritik am starren System
Das bisherige Oberstufensystem gilt vielen Bildungsexperten als zu unflexibel. Schüler müssen Fächer belegen, die nicht zu ihren Stärken oder Berufswünschen passen.
Die CDU treibt die Pläne voran. Sie sieht in der Reform eine Möglichkeit, die Schulabbrecher-Quote zu senken und die Qualität des Abiturs zu sichern. Weniger Pflicht bedeute nicht automatisch weniger Anspruch, so die Argumentation.
Reaktionen aus Schule und Politik
Die Ankündigung stößt auf ein geteiltes Echo. Befürworter sehen die Reform als überfällige Modernisierung. Kritiker warnen vor einem Qualitätsverlust und befürchten, dass ein Abitur mit weniger Prüfungen an Wert verliert.
Lehrerverbände und Elternvertretungen haben noch keine abschließende Stellungnahme veröffentlicht.
Zeitplan unklar
Wann die Reform in Kraft treten soll, ist noch nicht festgelegt. Die Landesregierung hat bisher keinen verbindlichen Starttermin genannt. Zunächst sollen die Pläne weiter ausgearbeitet und mit den Beteiligten abgestimmt werden.
Schülerinnen und Schüler, die derzeit die Oberstufe besuchen, dürften von der Reform voraussichtlich nicht profitieren. Die Änderungen betreffen künftige Jahrgänge.
Fazit
Weniger Pflichtprüfungen und mehr Wahlmöglichkeiten sollen Schüler entlasten. Ob das Konzept in der Praxis funktioniert, hängt von der konkreten Ausgestaltung ab. Die politische Diskussion steht erst am Anfang.
