Oldenburg war in diesem Jahr der Austragungsort des niedersächsischen Veteranentages. Ministerpräsident Olaf Lies und Landtagspräsidentin Hanna Naber luden gemeinsam mehr als 100 aktive und ehrenhaft ausgeschiedene Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ein. Die Veranstaltung fand am Sonntag nach dem offiziellen Nationalen Veteranentag am 15. Juni 2025 statt.
Ein Zeichen der Anerkennung aus der Landespolitik
Landtag und Landesregierung traten bei diesem Anlass gemeinsam auf. Das ist kein Zufall. Die Veranstaltung sendet ein klares Signal: Niedersachsen stellt sich hinter seine Soldatinnen und Soldaten. Sowohl Lies als auch Naber übernahmen dabei persönlich die Rolle der Gastgeber.
Hanna Naber ist seit 2022 Präsidentin des Niedersächsischen Landtags. Die SPD-Politikerin wurde 1971 in Neuenhaus geboren und gehört dem Landtag seit 2017 an. Olaf Lies führt als Ministerpräsident die Landesregierung. Beide repräsentierten beim Empfang die gesamte staatliche Ebene des Landes.
Nationaler Veteranentag: Hintergrund und Bedeutung
Der Nationale Veteranentag wird in Deutschland jährlich am 15. Juni begangen. Er soll den Dienst von Soldatinnen und Soldaten gesellschaftlich sichtbar machen. Bundesweit finden an diesem Tag und rund um dieses Datum Veranstaltungen statt.
Niedersachsen beteiligt sich regelmäßig mit einem eigenen Empfang. Der Freistaat hat eine enge Verbindung zur Bundeswehr. Mehrere große Standorte liegen auf niedersächsischem Gebiet. Dazu gehören unter anderem Standorte in Hannover, Munster und Oldenburg selbst.
Oldenburg als Veranstaltungsort
Die Wahl fiel in diesem Jahr auf Oldenburg. Die Stadt in Nordwestniedersachsen hat eine lange militärische Tradition. Sie ist Standort des Heeres und beherbergt mehrere Einrichtungen der Bundeswehr. Als Veranstaltungsort für den Veteranentag war Oldenburg damit eine naheliegende Wahl.
Mehr als 100 Gäste aus der Truppe
Über 100 Personen folgten der Einladung von Naber und Lies. Darunter waren sowohl aktive Soldatinnen und Soldaten als auch solche, die ehrenhaft aus dem Dienst ausgeschieden sind. Veteraninnen und Veteranen kamen damit aus verschiedenen Generationen und Verwendungen zusammen.
Der Empfang bot Gelegenheit zum Austausch. Vertreter der Politik konnten direkt mit Menschen sprechen, die teils jahrzehntelang Dienst geleistet haben. Auslandseinsätze, Übungen und der Alltag in der Truppe prägen diese Lebensläufe.
Gesellschaftliche Anerkennung als politisches Ziel
Hinter solchen Veranstaltungen steht eine bewusste politische Entscheidung. Der Dienst in der Bundeswehr soll gesellschaftlich anerkannt werden. Lange war das Verhältnis zwischen Militär und Öffentlichkeit in Deutschland distanziert. Das hat sich in den vergangenen Jahren verändert.
Der Nationale Veteranentag ist Teil dieses Wandels. Er wurde eingeführt, um Soldatinnen und Soldaten sichtbar zu machen, die ihren Dienst geleistet haben. Niedersachsen setzt diesen Gedanken mit seinem jährlichen Empfang auf Landesebene um.
Landtag und Regierung gemeinsam in der Pflicht
Bemerkenswert ist das gemeinsame Auftreten von Legislative und Exekutive. Landtagspräsidentin Naber und Ministerpräsident Lies handelten nicht getrennt, sondern als einheitliche Gastgeber. Das unterstreicht den parteiübergreifenden Charakter der Veranstaltung.
Veteranenthemen genießen in Deutschland breite politische Unterstützung. Dieser Konsens spiegelt sich in Oldenburg wider. Die Anerkennung für geleisteten Dienst ist kein Parteienprojekt, sondern eine gesamtstaatliche Aufgabe.
Fazit
Niedersachsen setzt mit dem Veteranentag in Oldenburg ein klares Zeichen. Über 100 Soldatinnen und Soldaten wurden persönlich von den höchsten Repräsentanten des Landes empfangen. Das zeigt: Die Landesregierung und der Landtag nehmen ihre Verantwortung gegenüber der Bundeswehr ernst. Der jährliche Empfang hat sich als feste Größe im niedersächsischen Veranstaltungskalender etabliert.
