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Am 13. September 2026 findet in Niedersachsen die Kommunalwahl statt. Bürgerinnen und Bürger wählen dabei Gemeinderäte und Kreistage. Dort, wo Amtszeiten auslaufen, werden auch Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte direkt gewählt. Eine Besonderheit gilt ab dieser Wahl: Die Amtszeit wird von fünf auf acht Jahre verlängert.
Was bei der Kommunalwahl 2026 auf dem Stimmzettel steht
Bei der Kommunalwahl werden mehrere Gremien gleichzeitig neu besetzt: Gemeinderäte, Stadträte, Kreistage, Ortsräte sowie der Regionspräsident in der Region Hannover. Hinzu kommen die Direktwahlen der Bürgermeister und Landräte, deren Amtszeit am 31. Oktober 2026 endet.
Je nach Wohnort kann der Stimmzettel also mehrere Entscheidungen auf einmal verlangen. Wer genau kandidiert, hängt von der jeweiligen Gemeinde oder dem jeweiligen Landkreis ab.
Amtszeit wieder auf acht Jahre verlängert
Wer am 13. September zum Bürgermeister oder Landrat gewählt wird, regiert künftig wieder acht Jahre. Rot-Grün hatte die Amtszeit 2013 auf fünf Jahre verkürzt. Nun gilt wieder die längere Frist.
Die Kommunalverbände in Niedersachsen hatten die Rückkehr zur acht Jahre langen Amtszeit gefordert. Ihr Argument: Mehr Zeit ermögliche langfristigere Planung und stabilere Verwaltungsarbeit.
Was ein Bürgermeister in Niedersachsen tut
Der Bürgermeister ist der Verwaltungschef einer Gemeinde. Er leitet die kommunale Verwaltung und setzt die Beschlüsse des Gemeinderats um. Er vertritt die Gemeinde nach außen, gegenüber Behörden, Unternehmen und anderen Kommunen.
Zu den konkreten Aufgaben gehören die Haushaltsplanung, die Koordination städtischer Projekte und die politische Repräsentation der Gemeinde. In größeren Städten trägt das Amt den Titel Oberbürgermeister. Die Aufgaben sind vergleichbar, der Umfang ist größer.
Hauptamtlich oder ehrenamtlich
Nicht alle Bürgermeister in Niedersachsen arbeiten hauptamtlich. In kleineren Gemeinden wird das Amt oft ehrenamtlich ausgeübt. Dann übernimmt ein hauptamtlicher Gemeindedirektor die laufende Verwaltung.
In größeren Städten und Gemeinden ist der Bürgermeister Vollzeitbeamter auf Zeit. Die Trennlinie hängt von der Einwohnerzahl und der Gemeindeordnung ab.
Was Bürgermeister in Niedersachsen verdienen
Das Gehalt eines hauptamtlichen Bürgermeisters richtet sich nach der Einwohnerzahl der Gemeinde und wird durch die niedersächsische Besoldungsordnung geregelt. Größere Städte bedeuten höhere Besoldungsgruppen.
Oberbürgermeister von Großstädten wie Hannover oder Braunschweig erhalten entsprechend deutlich mehr als Bürgermeister kleiner Landgemeinden. Genaue Beträge legen die landesrechtlichen Besoldungstabellen fest. Ehrenamtliche Bürgermeister erhalten eine Aufwandsentschädigung.
Wie Kandidaten auf den Stimmzettel kommen
Für eine Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl sind Unterstützungsunterschriften notwendig. Parteien und Wählergruppen können Kandidaten aufstellen. Auch Einzelpersonen können sich bewerben, wenn sie genug Unterstützer nachweisen.
Die genauen Fristen und Anforderungen legt der jeweilige Wahlleiter fest. Wahlberechtigt sind alle deutschen Staatsangehörigen, die mindestens 16 Jahre alt sind und ihren Hauptwohnsitz in der jeweiligen Gemeinde haben.
Eine Wahl mit langer Wirkung
Die Kommunalwahl am 13. September 2026 umfasst mehr als eine Abstimmung über Gemeinderäte. Wer einen Bürgermeister oder Landrat wählt, entscheidet über die lokale Führung für die nächsten acht Jahre. Durch die verlängerte Amtszeit reichen die Folgen dieser Wahl weiter als bei früheren Kommunalwahlen.
