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Die IHK Hannover und die Neue Presse haben am 19. August 2026 fünf Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters zu einem Wirtschaftsforum eingeladen. Das Publikum bestand aus rund 150 Vertretern von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden. Drei Wochen vor der Wahl am 13. September 2026 war das Interesse entsprechend groß.
Fünf Kandidaten, fünf Konzepte
Auf dem Podium saßen Belit Onay von den Grünen, Axel von der Ohe von der SPD, Peter Karst von der CDU, Jessica Schülke von der AfD und Maren Kaminski von der Linken. Ihre wirtschaftspolitischen Vorstellungen liegen weit auseinander.
Onay ist amtierender Oberbürgermeister und tritt für eine weitere Amtszeit an. Von der Ohe war lange sein Stellvertreter. Nun stehen sie als Konkurrenten auf derselben Bühne.
Standortpolitik im Mittelpunkt
Das Wirtschaftsforum drehte sich vor allem um Standortfragen. Wie attraktiv ist Hannover für Unternehmen? Was muss die Stadt tun, um Betriebe anzuziehen und zu halten?
Hannover ist die Landeshauptstadt Niedersachsens. Messen, Industrie und Dienstleistungssektor prägen die Stadt. Die Kandidaten wurden konkret gefragt: Was ändert sich, wenn Sie ins Rathaus einziehen?
Unterschiedliche Schwerpunkte
CDU-Kandidat Karst sprach sich für weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungsverfahren aus.
SPD-Kandidat von der Ohe betonte Investitionen in Infrastruktur und Bildung als Grundlage für wirtschaftliches Wachstum. Als langjähriger Vertreter im Rathaus kennt er die Abläufe der Stadtverwaltung.
Onay von den Grünen verband wirtschaftliche Entwicklung mit Klimazielen. Er argumentierte, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftsstärke kein Widerspruch sind. Hannover hat unter seiner Führung mehrere Klimaprojekte angestoßen.
AfD-Kandidatin Schülke und Linke-Kandidatin Kaminski kritisierten die bisherige Wirtschaftspolitik der Stadt, wenn auch aus gegensätzlichen Richtungen.
IHK als Plattform für den Wahlkampf
Die IHK Hannover nutzt das Forum traditionell, um wirtschaftspolitische Positionen zu schärfen. Das Format gibt Unternehmen die Möglichkeit, Kandidaten direkt zu befragen. Die Veranstaltung zog Vertreter aus vielen Branchen an.
Für die Kandidaten ist eine solche Bühne wichtig. Sie müssen zeigen, dass sie die Sprache der Wirtschaft sprechen. Unternehmerverbände haben keine Wahlempfehlung ausgesprochen, ihr Einfluss auf die öffentliche Debatte ist dennoch erheblich.
Neun Kandidierende insgesamt
Beim IHK-Forum traten nur fünf der insgesamt neun Kandidierenden auf. Die anderen vier spielen in der öffentlichen Wahrnehmung bisher eine untergeordnete Rolle. Die Debatte konzentriert sich auf die Vertreter der etablierten Parteien.
Insgesamt bewerben sich neun Personen um das Amt. Zu den Wahlkampfthemen gehören Verkehr, Wohnen, Sicherheit und Bürgerbeteiligung. Wirtschaft ist dabei ein zentrales Thema.
Wahl am 13. September 2026
Die Oberbürgermeisterwahl in Hannover findet am 13. September 2026 statt. Gleichzeitig wird der Stadtrat neu gewählt. Bis zur Wahl werden die Kandidaten weitere Debatten bestreiten. Die wirtschaftspolitischen Unterschiede zwischen den Kandidaten sind nach dem IHK-Forum klar sichtbar.
