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Im niedersächsischen Heidenau herrschte am Montag das pure Chaos. Faustgroße Hagelkörner prasselten auf Autos, Dächer und Straßen. Der Ort im Landkreis Harburg gehörte zu den am schwersten betroffenen Gebieten eines Unwetters, das weite Teile Niedersachsens traf.
Heidenau im Landkreis Harburg besonders hart getroffen
Heidenau ist ein Ortsteil der Samtgemeinde Tostedt. Das Unwetter schlug dort mit voller Kraft ein. Ein Feuerwehrsprecher bestätigte gegenüber NDR Niedersachsen einen massiven Hagelschauer über dem Ort. Videos aus Heidenau zeigen die Ausmaße der Zerstörung deutlich.
Hagelkörner zertrümmerten Autoscheiben und schlugen tiefe Dellen in den Lack. Auch Dächer wurden teils erheblich beschädigt. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie Eisbrocken meterhoch aus Pools sprangen. Ganze Straßenzüge versanken unter einer weißen Schicht aus Hagel.
Auch Obernkirchen und weitere Orte betroffen
Das Unwetter beschränkte sich nicht auf den Landkreis Harburg. In Obernkirchen im Landkreis Schaumburg hagelte es nach Angaben der Feuerwehr rund 15 Minuten lang. Die Hagelkörner erreichten dort einen Durchmesser von bis zu vier Zentimetern, was etwa der Größe einer Tischtennisball-Hälfte entspricht.
Solche Korngrößen gelten bei Meteorologen als außergewöhnlich und verursachen an Fahrzeugen und Gebäuden typischerweise schwere Schäden. Die Feuerwehr war in mehreren Orten gleichzeitig im Einsatz.
Schäden an Fahrzeugen und Gebäuden
Besonders Fahrzeuge, die im Freien standen, trugen schwere Schäden davon. Zerborstene Windschutzscheiben und eingedrückte Motorhauben prägten das Bild nach dem Unwetter. Wer sein Auto nicht rechtzeitig in einer Garage unterstellen konnte, musste mit erheblichen Totalschäden rechnen.
Auch Hauseigentümer stehen vor teuren Reparaturen. Dachziegel wurden von den Eisbrocken zertrümmert. Solaranlagen und Dachfenster sind besonders anfällige Stellen an Gebäuden. Über die Gesamthöhe des Schadens lagen zunächst keine offiziellen Schätzungen vor.
Feuerwehr im Dauereinsatz
Die Feuerwehren in den betroffenen Regionen rückten vielfach aus. Neben der Beseitigung von Sturmschäden bewältigten die Einsatzkräfte vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. Genaue Zahlen zu den Einsätzen wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Unwetter trifft Niedersachsen und Nachbarländer
Das Unwetter war Teil einer größeren Unwetterlage in Norddeutschland. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, etwa in Wittenburg, wurden schwere Hagelschauer verzeichnet. Dort entstanden ähnliche Schäden wie im Landkreis Harburg.
Meteorologen hatten vor dem Montag vor Gewittern mit Unwetterpotenzial gewarnt. Die Vorwarnzeit war jedoch gering. Starke Hagelereignisse dieser Intensität sind selbst bei Unwetterwarnungen schwer lokal vorherzusagen.
Schadensaufnahme läuft
Allein im Landkreis Harburg dürften hunderte Fahrzeuge und zahlreiche Gebäude beschädigt worden sein. Für betroffene Eigentümer beginnt nun die Schadensaufnahme. Versicherungen rechnen in solchen Fällen mit einem hohen Aufkommen an Schadensmeldungen.
