Ein Messerangriff auf einen 23-Jährigen hat Göttingen in Aufruhr versetzt. Am Samstag demonstrierten nach Polizeiangaben rund 1.100 Menschen in der Innenstadt gegen rechtsextreme Gewalt. Die Veranstalter sprachen sogar von etwa 1.500 Teilnehmern. Es war bereits die zweite große Kundgebung innerhalb weniger Tage.
Der Angriff und seine Folgen
In der Nacht des 21. des Monats wurde ein 23-jähriger Mann in Göttingen Opfer eines Messerangriffs. Der Hintergrund der Tat gilt als rechtsextrem. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt. Bereits am Sonntagabend, kurz nach der Tat, versammelten sich spontan über 1.000 Menschen in der Stadt.
Die Tat löste stadtweite Betroffenheit aus. Göttingen ist eine Universitätsstadt mit rund 120.000 Einwohnern. Sie gilt als politisch aktiv und hat eine ausgeprägte zivilgesellschaftliche Szene. Rechte Gewalt wird hier öffentlich nicht geduldet.
Zweite Demo in wenigen Tagen
Am Samstag zog der Demonstrationszug erneut durch die Göttinger Innenstadt. Die Polizei war mit Kräften vor Ort. Die Teilnehmer protestierten laut und friedlich gegen rechtsextreme Gewalt. Zwischen der Zählung der Polizei und den Angaben der Veranstalter gab es eine Differenz von mehreren Hundert Personen.
Solche Unterschiede bei Teilnehmerzahlen sind bei Demonstrationen üblich. Die Polizei zählte 1.100 Menschen. Die Organisatoren gingen von 1.500 aus. In beiden Fällen handelt es sich um eine deutliche öffentliche Reaktion auf die Tat.
Breites Bündnis hinter den Protesten
Hinter den Kundgebungen stehen verschiedene zivilgesellschaftliche Gruppen. Sie eint die Ablehnung rechtsextremer Gewalt. Die Demos richteten sich ausdrücklich gegen Angriffe mit politisch motiviertem Hintergrund. Konkrete Forderungen der Veranstalter betrafen Konsequenzen aus dem Angriff und mehr Schutz für Betroffene.
Politisch aufgeladene Stimmung in der Stadt
Die Stimmung in Göttingen ist angespannt. Der Angriff hat eine Debatte über das Sicherheitsgefühl in der Stadt ausgelöst. Gleichzeitig mobilisiert das Ereignis Menschen, die öffentlich Haltung zeigen wollen.
Göttingen hat in der Vergangenheit wiederholt mit politisch motivierten Auseinandersetzungen zu tun gehabt. Die Stadt steht dabei stellvertretend für ein Phänomen, das ganz Niedersachsen betrifft: rechtsextreme Gewalt im öffentlichen Raum.
Ermittlungen der Polizei laufen
Die Polizei Göttingen ermittelt wegen des Messerangriffs. Zum Stand der Ermittlungen und zu einem möglichen Tatverdächtigen machten die Behörden zunächst keine weiteren öffentlichen Angaben. Der politische Hintergrund der Tat wird untersucht.
Fazit: Göttingen setzt ein Zeichen
Innerhalb weniger Tage gingen in Göttingen mehrfach über tausend Menschen auf die Straße. Das ist eine klare Botschaft aus der Stadtgesellschaft. Der Messerangriff hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Ob daraus konkrete politische Konsequenzen folgen, liegt nun auch bei der Landesregierung in Hannover. Rechtsextreme Gewalt ist kein lokales Phänomen. Sie betrifft Niedersachsen als Ganzes.
