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Am Sonntagabend gegen 19:00 Uhr meldeten zahlreiche Zeugen im Raum Osnabrück einen hellen Feuerball, der mit hoher Geschwindigkeit über den Himmel zog und dabei verglühte. Viele befürchteten einen Flugzeugabsturz. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot aus.
Großeinsatz wegen Feuerball am Himmel
Mehrere besorgte Bürger riefen den Notruf an und berichteten von einem möglichen Flugzeugabsturz. Die Polizei leitete Suchmaßnahmen ein. Einsatzkräfte überprüften die betroffenen Gebiete auf mögliche Gefahrenstoffe und Strahlung. Das Ergebnis: Entwarnung. Es gab weder Trümmer noch Verletzte.
Videos von Augenzeugen kursierten schnell in sozialen Netzwerken. Sie zeigen, wie der Feuerball leuchtend über den Nachthimmel zieht und dabei einen langen Schweif hinterlässt. Die Aufnahmen verbreiteten sich innerhalb kurzer Zeit weit über Niedersachsen hinaus.
Astronom: Wahrscheinlich Weltraumschrott
Astronom Andreas Vogel äußerte sich gegenüber dem NDR Niedersachsen zur Ursache. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelte es sich um Weltraumschrott, sagte er. Ein natürlicher Meteorit sei weniger wahrscheinlich. Das Erscheinungsbild und die Flugbahn sprächen für ein von Menschen gemachtes Objekt aus dem Erdorbit.
Ob es sich um Teile eines Satelliten handelte, ist noch nicht abschließend geklärt. Niederländische Wissenschaftler, die das Ereignis ebenfalls auswerteten, äußerten sich vorsichtig. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Objekt vollständig verbrannt sei, sei groß. Dennoch könnten Fragmente auf die Erde gefallen sein. Als mögliche Auftreffgebiete werden Deutschland und Osteuropa genannt.
Lichterscheinung über weiten Teilen Westdeutschlands
Der Feuerball war nicht nur über Niedersachsen zu sehen. Auch aus dem Raum Düsseldorf gab es Berichte über einen sichtbaren Schweif am Himmel. Das deutet auf eine Flugbahn hin, die über einen größeren Teil Mitteleuropas führte.
Die Meldungen lösten auch andernorts Polizeieinsätze aus. Zeugen berichteten von einem lauten Knall, der mit dem Feuerball in Verbindung stand. Solche Schallwellen entstehen, wenn Objekte mit hoher Geschwindigkeit durch die Atmosphäre rasen und die Luft dabei verdichten.
Weltraumschrott: Ein wachsendes Problem
Im Erdorbit befinden sich tausende Objekte, die nicht mehr aktiv genutzt werden, darunter ausgediente Satelliten und Raketenstufen. Tritt ein solches Objekt in die Erdatmosphäre ein, verglüht es meist vollständig. Doch nicht immer.
Ob Fragmente des Objekts vom Sonntagabend geborgen werden können, ist offen. Die zuständigen Behörden und Wissenschaftler werten derzeit alle verfügbaren Daten aus.
Fazit
Der Feuerball über Osnabrück blieb ungefährlich. Die Polizei konnte schnell Entwarnung geben. Astronom Andreas Vogel deutet das Objekt als Weltraumschrott, der beim Eintritt in die Atmosphäre verglühte. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr.
