Niedersachsen steht vor einem extremen Wetterereignis. Der Deutsche Wetterdienst hat für weite Teile des Landes und Bremen Warnungen vor schweren Gewittern, Sturmböen und extremer Hitze ausgegeben. Die Lage betrifft nahezu alle Regionen des Flächenlandes.
Windböen bis 120 km/h möglich
Die Unwetterwarnungen des DWD sind konkret. Windböen können örtlich bis zu 120 Kilometer pro Stunde erreichen. Das entspricht Windstärke 11 auf der Beaufort-Skala. Auch Böen der Stärken 8 bis 9 Beaufort sind im äußersten Norden und Nordosten des Landes wahrscheinlich.
Besonders der Freitagvormittag gilt als kritisch. Dann ziehen starke Gewitter stellenweise von Ost nach Nordost durch das Land. Sie bringen stürmische Böen und Starkregen mit sich. Der DWD nennt Niederschlagsmengen von bis zu 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit.
Am Nachmittag und Abend bleibt die Lage angespannt. Lokal eng begrenzte Gewitter mit Hagel sind möglich. In der Nacht zum Samstag setzen sich die Unwetter fort. Der DWD rechnet mit Dauerregen bis in die Nacht zum Samstag hinein.
Extreme Hitze im Süden des Landes
Parallel zu den Unwettern droht im Süden und Südwesten Niedersachsens eine extreme Wärmebelastung. Örtlich können die Temperaturen bis auf 36 Grad steigen. Das ist für Anfang Juni ein außergewöhnlicher Wert.
Bereits in der Nacht vor den Gewittern bleibt es vielerorts ungewöhnlich warm. Für Menschen, die im Freien arbeiten oder Sport treiben, besteht ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Der DWD empfiehlt, körperliche Anstrengungen auf die frühen Morgenstunden zu verlegen.
Starkregen als größte Gefahr
Neben Sturm und Hitze ist Starkregen die dritte Gefahr in diesem Unwetterszenario. Bis zu 15 Liter pro Quadratmeter können innerhalb kurzer Zeit fallen. In besonders betroffenen Regionen nennt der Warnlagebericht sogar bis zu 25 Liter pro Quadratmeter.
Solche Regenmengen können Unterführungen fluten und Keller vollaufen lassen. Feuerwehren und kommunale Dienste bereiten sich auf entsprechende Einsätze vor. Besonders gefährdet sind tief gelegene Gebiete entlang von Bächen und Flüssen.
Kleinkörniger Hagel ist laut DWD ebenfalls nicht ausgeschlossen. Er kann Fahrzeuge und Dächer beschädigen sowie die Sicht im Straßenverkehr stark einschränken.
Warnungen gelten für Niedersachsen und Bremen
Die Unwetterwarnungen des DWD umfassen das gesamte Land Niedersachsen sowie das Stadtgebiet Bremen. Unterschiedliche Regionen sind zu unterschiedlichen Zeiten betroffen. Der Norden erlebt die heftigsten Windböen eher in der Nacht zum Sonntag. Der Süden ist bereits tagsüber durch Gewitter und Hitze belastet.
Reisende und Pendler sollten die aktuellen Warnkarten des DWD vor Fahrtantritt prüfen. Die Warnlagen können sich kurzfristig ändern. Eine genaue Vorhersage der betroffenen Orte ist bei solchen konvektiven Ereignissen schwierig.
Fazit
Niedersachsen erlebt ein seltenes Zusammentreffen von Unwetter und extremer Hitze. Sturmböen bis 120 km/h, Starkregen und bis zu 36 Grad stellen Bevölkerung und Einsatzkräfte vor erhebliche Herausforderungen. Wer sich im Freien aufhält, sollte die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes ernst nehmen und auf wettergeschützte Orte ausweichen.
