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Vierzehn Kommunen aus vier norddeutschen Bundesländern machen gemeinsam Druck auf die Bundesregierung. Sie fordern, den Weiterbau der Autobahn 39 in Ostniedersachsen finanziell sicherzustellen. Das Bündnis vereint Städte und Landkreise aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.
Bündnis über Ländergrenzen hinweg
Zu den beteiligten Kommunen gehören aus Sachsen-Anhalt der Altmarkkreis Salzwedel und der Landkreis Stendal. Die geplante Trasse verbindet Wolfsburg mit Lüneburg und verläuft durch wirtschaftlich strukturschwache Regionen in mehreren Bundesländern. Die A39 ist damit kein rein niedersächsisches Anliegen.
Das gemeinsame Schreiben der 14 Kommunen richtet sich direkt an die Bundesregierung in Berlin. Sie fordern einen schnellen Baustart und verlässliche Mittelzusagen. Ohne klare finanzielle Signale aus dem Bund sei kein Vorankommen möglich.
Jahrelange Planung, juristische Hindernisse
Der Weiterbau der A39 hat eine lange Vorgeschichte. Das Land Niedersachsen hatte den Planfeststellungsbeschluss bereits 2024 geändert und ergänzt, ohne die Baupläne im Wesentlichen zu verändern. Der Umweltverband BUND klagte gegen diese Änderungen. Das zuständige Gericht wies die Klage jedoch ab und hielt die vom Land vorgenommenen Anpassungen für ausreichend.
Eine wichtige Rechtshürde ist damit genommen. Ohne Bundesfinanzierung kann der Bau dennoch nicht beginnen. Genau hier setzt die Forderung der 14 Kommunen an.
Ostniedersachsen wartet auf Anschluss
Der noch fehlende Abschnitt zwischen Wolfsburg und Lüneburg gilt seit Jahren als Lücke im deutschen Autobahnnetz. Regionen entlang der geplanten Trasse erhoffen sich bessere Anbindung, mehr Ansiedlungen und Entlastung bestehender Bundesstraßen.
Kritiker verweisen auf Naturschutzbelange und die Klimawirkung neuer Autobahntrassen. Der BUND hat den juristischen Widerstand über Jahre aufrechterhalten. Mit dem aktuellen Gerichtsurteil ist diese Front vorerst gebremst, aber nicht beendet.
Sachsen-Anhalt im Bündnis
Der Altmarkkreis Salzwedel und der Landkreis Stendal liegen nicht auf niedersächsischem Gebiet, profitieren aber direkt von einer leistungsfähigen Autobahnverbindung in Richtung Hamburg und Lüneburg. Für die Altmark würde die A39 eine deutlich bessere Anbindung an das westdeutsche Fernstraßennetz bedeuten.
Die Kommunen haben sich länderübergreifend organisiert, um politischen Druck zu erzeugen.
Bund muss Farbe bekennen
Die rechtlichen Hürden für den A39-Weiterbau sind nach aktuellem Stand überwindbar. Das kommunale Bündnis aus 14 Städten und Landkreisen hat seinen Willen klar signalisiert. Jetzt liegt es an der Bundesregierung, mit konkreten Haushaltsmitteln zu antworten. Ohne diese Zusagen bleibt die Autobahn das, was sie seit Jahrzehnten ist: ein Versprechen ohne Vollendung.
