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72 Regionalzüge in Niedersachsen bekommen eine neue Ausstattung. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) hat eine umfangreiche Modernisierung der Fahrzeugflotte angekündigt. Betroffen sind Triebwagen der Modelle LINT 41 und LINT 54. Die Arbeiten sollen bis 2032 abgeschlossen sein.
Welche Züge modernisiert werden
Bei den betroffenen Fahrzeugen handelt es sich um zweiteilige Dieseltriebwagen. Der LINT 41 und der LINT 54 gehören zu den verbreiteten Fahrzeugtypen im deutschen Regionalverkehr. In Niedersachsen sind sie auf mehreren Strecken im Einsatz.
Die Züge fahren unter den Betreibermarken Start Niedersachsen Mitte, Nordwestbahn und Erixx. Diese drei Unternehmen bedienen Regionalstrecken im Flächenland Niedersachsen.
Was konkret erneuert wird
Die Modernisierung umfasst sichtbare Verbesserungen im Fahrgastbereich. Unter anderem werden die Polster der Sitze ausgetauscht. Auch die Fahrgastinformationsanzeigen sollen erneuert werden, damit Reisende künftig besser über Abfahrten, Anschlüsse und Störungen informiert werden.
Die LNVG ist als Aufgabenträgerin für den Schienenpersonennahverkehr in Niedersachsen zuständig. Sie bestellt und finanziert den Regionalbahnverkehr im Land. Die Fahrzeuge sind vielfach im Eigentum des Landes oder der LNVG selbst.
Fahrzeugmodernisierung statt Neukauf
Die Modernisierung bestehender Fahrzeuge ist eine wirtschaftliche Alternative zu Neuanschaffungen. Neue Triebwagen kosten mehrere Millionen Euro pro Einheit. Eine gezielte Aufwertung verlängert die Nutzungsdauer und verbessert die Reisequalität.
Der LINT gilt als zuverlässiger Fahrzeugtyp für den ländlichen Regionalverkehr. Die kompakte Bauweise macht ihn geeignet für Strecken mit weniger Fahrgastaufkommen. Die Fahrzeuge sind auf vielen Niedersachsen-Strecken täglich im Einsatz.
Zeitplan bis 2032
Die Umbauarbeiten erstrecken sich über mehrere Jahre. Ein gestaffelter Zeitplan soll sicherstellen, dass die Züge weiter im Betrieb bleiben können. Fahrgäste sollen möglichst wenig von den Umrüstmaßnahmen bemerken.
Bis 2032 sollen alle 72 Fahrzeuge die Modernisierung durchlaufen haben. Die LNVG setzt damit auf eine schrittweise Erneuerung der Flotte ohne größere Betriebsunterbrechungen.
Für Pendler und Gelegenheitsreisende auf den betroffenen Strecken bedeutet das konkret: neue Sitzpolster und erneuerte Fahrgastinformationsanzeigen bis spätestens 2032.
