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Niedersachsen stellt 316 Millionen Euro für den Krankenhausbau bereit. Das Gesundheitsministerium hat die Mittel auf 30 Bauprojekte im ganzen Land verteilt. Die Förderung ist Teil eines Gesamtpakets von 388 Millionen Euro für die stationäre Versorgung.
Delmenhorst erhält den größten Einzelbetrag
Den höchsten Einzelbetrag sichert sich Delmenhorst. Die Stadt im Westen des Landes erhält 52 Millionen Euro für Baumaßnahmen an dortigen Kliniken. Welche weiteren Standorte gefördert werden, teilte das Ministerium ebenfalls mit.
Die 30 Projekte verteilen sich über das gesamte Bundesland. Ziel ist es, die stationäre Versorgung zu sichern und zu modernisieren. Viele Krankenhäuser kämpfen seit Jahren mit veralteter Infrastruktur.
Kliniken unter Druck
Die Lage der niedersächsischen Krankenhäuser ist angespannt. Im November 2024 schlugen Kliniken öffentlich Alarm. Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft hatte wiederholt auf finanzielle Engpässe hingewiesen. Auch bundesweit spitzte sich die Lage zu.
Die Bundesregierung hatte damals ein Hilfspaket aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds beschlossen. Für Niedersachsen waren dabei rund 800 Millionen Euro vorgesehen. Die Krankenhausgesellschaft zeigte sich mit dieser Einigung jedoch unzufrieden.
Digitalisierung macht Fortschritte
Der digitale Reifegrad niedersächsischer Kliniken stieg zwischen 2021 und 2024 von 34,3 auf 43,4 von 100 möglichen Punkten, ein Plus von 26,5 Prozent. Niedersachsen liegt damit über dem Bundesdurchschnitt.
Strukturreform als Rahmen
Die Investitionen fallen in eine Phase des Umbruchs. Die Krankenhausreform auf Bundesebene soll die stationäre Versorgung neu ordnen. Niedersächsische Kliniken hatten Nachbesserungen am Krankenhausgesetz gefordert. Konkrete Änderungen stehen noch aus.
Für den Zeitraum 2016 bis 2020 hatte das Land bereits rund 1,3 Milliarden Euro in seine Kliniken investiert. Davon entfielen allein 600 Millionen Euro auf die jährliche Investitionsförderung von je 120 Millionen Euro. Die aktuelle Förderrunde setzt diese Linie fort.
